Alta Badia - Dolomites ItalySuedtirol

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Das Natur-Phänomen Enrosadira

Wenn die Sonne untergeht leuchten die bleichen Berge in warmen Rottönen

Wenn die Sonne untergeht, breitet sich über die Gipfel der Dolomiten ein intensives Glühen in den verschiedensten Rottönen aus. Es ist das ‚Alpenglühen‘ oder ‚Enrosadira‘, wie wir es auf Ladinisch nennen. Dieses einzigartige Phänomen überrascht den Besuchen von Alta Badia jedes Mal aufs Neue.

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Wenn der Tag zur Neige geht und die Schatten im Tal immer länger werden, tanzen die letzten Sonnenstrahlen über die Spitzen der Berge und lassen die Dolomiten in verschiedenen Rottönen erstrahlen, von Rosa über Orange bis zu Purpurrot. Während sich das Tal in dunkles Schweigen hüllt, leuchten die Berge immer weiter im ständig sich verdunkelnden Tönen. Dies ist ein einzigartiges Naturspektakel, welches sogar erfahrene Bergmenschen immer wieder verzaubert. Und ein ähnliches Lichtspiel bietet sich am nächsten Morgen den Frühaufstehern, nur in umgekehrter Reihenfolge.

Die Farben ändern sich von Tag zu Tag, sind in jeder Jahreszeit wieder anders und noch spektakuläre und wenn es gerade geregnet hat oder bei Schnee sind sie noch aufregender.

Wie kommt es zu diesem optischen Phänomen? Wissenschaftler sprechen von besonderen Mineralien, die den Dolomiten innewohnen und dem Winkel, aus dem die hinter dem Horizont versinkende Sonne auf die Gipfel strahlt, aber die Ladiner haben da eine bessere Erklärung!

Enrosadira: die Legende

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Es war einmal in alter Zeit ein König Laurin, der Zwergenkönig, der in einem wunderschönen Rosengarten ganz oben auf den Bergen lebte. Ihm mangelte es an nichts, außer, dass er keine Frau hatte. Als er hörte, dass ein anderer König ein Fest gab, zu dem er seine Nachbarn einlud, wohl aber nicht Laurin, beschloss er, auch selbst dorthin zu gehen und er wollte dazu seinen magischen Gürtel anziehen, der ihn unsichtbar machte. Dort angekommen, sah er die wunderschöne Tochter des Königs, Similde und verliebte sich Hals über Kopf in sie. Er nahm sie mit in seinen Rosengarten, wobei er immer noch seinen Zaubergürtel trug; und da er unsichtbar war, glaubte er, die Soldaten ihres Vaters würden ihn nicht entdecken.

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Aber ach, er mag wohl unsichtbar gewesen sein, aber da er mit seinen Füßen die wunderschönen Rosen niedertrampelte und somit seine Fußtritte preisgab, machten ihn die Soldaten schnell ausfindig und rissen ihm den Zaubergürtel vom Leib. Der arme König Laurin musste Similde wieder ziehen lassen und in seiner Verzweiflung belegte er den schönen Rosengarten, der ihn verraten hatte, mit einem Fluch: Weder bei Tag noch bei Nacht, sollte ihn jemals mehr ein Menschenauge sehen.

Und sofort wurden die Felsen kahl und die Berge verloren ihre Zierde. Doch dies geschah nur tagsüber und bei Nacht! Laurin hatte tatsächlich die Morgen- und Abenddämmerung vergessen und aus diesem Grunde existiert der wundervolle Rosengarten immer noch und alle, die uns in unserer zauberhaften Welt der Dolomiten besuchen, können ihn auch bewundern.