Im Herzen von Corvara verwandelt sich die Straße für einen Tag in einen lebendigen Ort der Begegnung. Le lüch te paisc erwacht zum Leben: eine Feier der Erde, der Menschen, die sie mit Hingabe bewirtschaften, und des Wissens, das über Generationen weitergegeben wurde.
Die Produzenten aus der Region bringen ins Dorf, was ihre Höfe seit jeher ausmacht: gereiften Käse aus den Bergen, goldenen Honig, wilde Kräuter und alte Mehlsorten. Gemeinsam mit lokalen Köchen entstehen authentische, kreative Gerichte, zubereitet mit genau diesen Produkten. Eine Küche, die hier ihren Ursprung hat: im engen Dialog zwischen Landwirtschaft und Kochkunst.
Und während auf den Tellern regionale Aromen zum Ausdruck kommen, verweben sich rundherum Geschichten – zwischen Düften, Klängen und Lächeln: von einer Botanikerin, die die Geheimnisse alpiner Kräuter lüftet, von einem Imker, der mit seinen Bienen spricht, von einem Käser, der jede Reifezeit und jede Form kennt – und von vielen weiteren, die es zu entdecken gilt.
Die für den Verkehr gesperrte Straße im Herzen von Corvara verwandelt sich in einen stimmungsvollen Freiluftmarkt, auf dem lokale Produzenten und Gastronomen die besten Spezialitäten der Region präsentieren. Besucherinnen und Besucher können Honig, Käse, Kräuterprodukte, Marmeladen, Craft-Biere und viele weitere regionale Köstlichkeiten entdecken und genießen.
Mitwirkende Produzenten:
Bio Lüch Ruances
- Verschiedene Käsesorten und Joghurt
Dolomites Farm – Bio-Ethical Farming
- Frische Eier & hochwertige Alpakawollprodukte
Flusdemunt – Milio (Imker)
- Honig aus eigener Produktion
Helga, Botanikerin - Ütia L'Tamá Badia
- Aperitif: mit und ohne Alkohol, Duftkissen, aromatische Salze, Tee, Lippenbalsam, Trockenblumenghirlanden
Käserei Ciajó de Chi Prà
-Verschiedene Käsesorten und Joghurt
Lü de Pincia
- Tee, verschiedene Sirupsorten, Konfitüren, Met (Honigwein)
Mitwirkende Gastronomen:
Hotel Col Alto
- Hausgemachte Kartoffelgnocchi aus Kartoffeln aus dem Pustertal, in Butter geschwenkt und mit Spargelcreme sowie einer Fonduta aus „Müfa“ vom Bio-Hof Lüch Ruances überzogen
La Stüa de Michil – Simone Cantafio
- Kartoffelpiadina aus Bergkartoffeln, gefüllt mit der Wurst von Huberts Ferkeln, frischem Salat von Georg sowie einer doppelten Sauce aus Nduja von Ioppolo und Joghurt vom Hof Chi Prà
Stüa dal Tê Raetia
- Grüner Kuchen mit Zitrone und Nessel
- Spitzbuben mit Hagebuttenmarmelade, weißer Schokolade und Hagebuttenpulver
- Glutenfreier Buchweizen-Hafer-Keks mit Honig von Milio und Latschenkieferpulver
Pizzeria Caterina
- Frittierte Pizzetta mit Tomaten, Rusié-Käse vom Biohof Lüch Ruances und Speck
- Frittierte Pizzetta mit Tomaten, Robiola-Käse vom Biohof Lüch Ruances, Schnittlauch und Pfifferlingen
- Alkoholische und alkoholfreie Aperitifs mit Holunderblüten- und Rosensirup vom Hof Lü de Pincia
Craft-Biere von:
Biraria L’Murin
- Latte più Blanche - Retorto
- Seceda West Coast Ipa - Monpier
- Hell "Ladina" - Monpier
- Hopf Weisse (stile weizen) - Hopf
Auch für Kinder gibt es ein eigenes Programm: Sie können die Alpakas der Dolomites Farm kennenlernen und selbst das Melken einer Kuh ausprobieren.
Der Abend wird von Live-Musik mit Arton Duo, Hilda & Paul, Vic & Daniel sowie Bridge Project begleitet.
Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung auf den 06.08.2026 verschoben.
Folge der SS244 Gadertaler Straße Richtung Corvara.
Ist das ein Markt?
Ja. Aber nicht zum Hetzen, nicht zum Feilschen. Hier ruft niemand, hier flüstert alles: das Brot, das langsam aufgeht, der Käse, der den Sommer gespeichert hat, die Bienen, die im Kreis tanzen. Wer hierherkommt, will nicht nur einkaufen. Sondern begreifen.
Was passiert, wenn man wirklich stehenbleibt?
Man beginnt zu sehen. Die Hände des Käsers, ruhig und geerdet. Den Blick, der eine Wildpflanze allein am Geruch erkennt. Eine Geschichte über ein Gerstenfeld, das noch von Hand bestellt wird. Und plötzlich fühlt sich Essen wieder nach Bedeutung an.
Wer sind hier die wahren Protagonisten?
Die Hände. Die, die melken, kneten, sieben, sammeln. Die Stimmen, die den Klang der Landschaft tragen. Und die Gesichter, in denen sich ganze Jahreszeiten spiegeln. Le lüch te paisc gehört denen, die geblieben sind – und denen, die immer wieder kommen.
Was nimmt man mit?
Vielleicht einen Geschmack, der bleibt. Eine Geschichte, die nachklingt. Einen Namen auf einem Zettel – der Imker mit dem Honig, der nach Wald duftet. Oder einfach eine Frage, die sich leise mit nach Hause schleicht: Was meinen wir eigentlich, wenn wir “gut” sagen?
Str. Col Alt, 36, Corvara