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Geologische Wanderungen

Entdecken Sie die Geologie und Geomorphologie von Alta Badia

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Der Tourismusverband Alta Badia hat in Zusammenarbeit mit dem geologischen Department der Universität Modena und Reggio Emilia 3 geologisch besonders interessante Routen durch Alta Badia ausgearbeitet. Start dieser "geologischen Wanderungen" ist in Corvara, La Villa und am Grödner Joch.

Wanderung: Grödner Joch - Crespëina Hochplateau - Colfosco

Wanderung: Grödner Joch - Crespëina Hochplateau - Colfosco

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Die Wanderung, insgesamt ca. 7 km lang, liegt im südöstlichen Teil des Naturparkes Puez-Geisler,UNESCO Welterbe, und weist keine wandertechnischen Schwierigkeiten auf.

Von den Dörfern in Alta Badia erreichen wir das Grödner Joch (2134 m), mit dem Bus wo wir auf Weg Nr. 2, der nordwestwärts durch Almwiesen verläuft, die Jimmy Hütte erreichen. Die Jimmy Hütte kann auch mit der Kabinenbahn Plans-Frara ab Colfosco erreicht werden. Hier steigen wir hinauf, weiter auf Weg Nr. 2, bis zur Cier-Scharte (2464 m) und zum Crespëina Joch (2531 m). Nun geht es in leichtem Auf und Ab weiter bis zur Ciampëi-Scharte(2359 m) und bis zur Puez Hütte(2481 m). Die Rückkehr erfolgt bis zur Ciampëi-Scharte auf dem gleichen Weg (Nr. 2). Hier bringt uns Weg Nr. 4, durch das Edelweiß-Tal, nach Colfosco (1624 m) zurück.

Aus geologischer Sicht überquert die Route die terrigenen ladinisch-karnischen Formationen von Wengen und St. Cassian, die hauptsächlich aus Sandsteinen, Mergeln und Tonsteinen bestehen, und die karnischen und norischen dolomitischen Formationen (Cassianer Dolomit und Hauptdolomit); diese werden von der Raibl-Formation getrennt, welche eine geringe Mächtigkeit besitzt und aus mergeligen Kalken und Tonsteinen besteht und eine typische rötliche Farbe aufweist. Von einem geomorphologischen Gesichtspunkt aus kann man entlang der Wanderroute typische Formen erkennen, die an den modellierenden Effekt des Eises gebunden sind, welchen die Gletscher während der letzten großen Vereisung durchführten, oder an den periglazialen Einfluss des Frostes und des Schnees. Der Wanderweg windet sich in der Nähe von antiken Moränen, überquert Kare, Nivomoränen, Bergstürze und Schuttkegel und führt an kleineren Seen unterschiedlicher Größe vorbei. Von einigen Aussichtspunkten ist es zudem möglich, andere benachbarte Dolomiten-Gruppen zu bewundern, vor allem die Sella und die Puez-Geisler Gruppe und deren charakteristische und besondere Umrisse zu bestaunen, die an das selektive Verwitterungsverhalten der verschiedenen und unterschiedlichen Lithologien gebunden ist.

Wanderung: Corvara – Vallon – Corvara

Wanderung: Corvara – Vallon – Corvara

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Die Wanderung, 4 km lang und mit einem Höhenunterschied von 350 Metern, weist keine größeren wandertechnischen Schwierigkeiten auf, setzt aber dennoch ein gutes Training voraus.

Wir starten in Corvara und fahren mit der Boè Kabinebahn hinauf auf 2224 m bis zur Hütte Piz Boè Alpine Lounge, wo die eigentliche Wanderung startet. Wir wandern entlang des östlichen Abhangs der Sella-Gruppe, über die Skipiste und den Steig Nr. 638, bis zur Hütte F. Kostner am Vallon (2550 m). Von der F. Kostner Hütte folgen wir dem Weg Nr. 637 in Richtung Campolongo Pass. Nach einem kurzen Abstieg biegen wir kurz oberhalb der Hütte Bec de Roces links ab um wieder die Bergstation der Boè Kabinenbahn zu erreichen.

Aus geologischer Sicht überquert die Route vorwiegend die terrigenen ladinisch-karnischen Wengen und St. Cassian Formationen, die hauptsächlich aus Sandsteinen, Mergeln und Tonsteinen bestehen, und die karnischen und norischen dolomitischen Formationen (Cassianer Dolomit und Hauptdolomit); diese werden von der Raibl-Formation getrennt, die geringmächtig ist und aus mergeligen Kalken und Tonsteinen besteht und eine typisch rötliche Farbe aufweist, die stellenweise auch ins grünliche wechselt. Von einem geomorphologischen Gesichtspunkt aus entfaltet sich die Wanderung im östlichen Bereich der Sella-Gruppe, deren morphologische Form streng an die charakteristische Geologie des Gebietes gebunden ist, welches von mehreren tektonischen Störungen durchzogen wird; auf diese haben die modellierenden Effekte des Eises, der Witterungseinflüsse und der Schwerkraft sichtlich eingewirkt, welche sich in der Zeit abgewechselt und überlagert haben. Unter den häufigsten Ablagerungsformen dieser Landschaft sind die Schuttkegel und die Schutthalden zu nennen, welche an die intensive Einwirkung von Frost und Tau auf die steilen, Dolomiten Felswände gebunden sind.
Andere charakterisierende Ablagerungsformen dieser Wanderung sind die Erosionsspuren und die Moränen-Sedimente, welche die Gletscher während des letzten eiszeitlichen Hochstandes hinterlassen haben, und eine Reihe von oberirdischen, mehr oder weniger auffallenden, Karstformen. Hinzu wird es möglich sein, von einigen Ausblicks-Punkten die eindrucksvolle Morphologie anderer Berggruppen der Dolomiten zu beobachten.

Startpunkt: Bergstation Boè Kabinenbahn
Dauer: 2:30 h
Länge: 5 km
Höchstgelegener Punkt: 2550 m
Höhenunterschied: 415 m
Schwierigkeitsgrad: leicht

Wanderung: La Villa - Gardenacia Plateau - Juel Tal - La Villa

Wanderung: La Villa - Gardenacia Plateau - Juel Tal - La Villa

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Die geologische Exkursion von La Villa auf dem Gardenacia Plateau ist ca. 8 km lang, mit einem Gesamthöhenunterschied von ca. 900 Metern. Die Wanderung verläuft im östlichen Teil des Naturparks Puez-Geisler und weist keine besonderen wandertechnischen Schwierigkeiten auf, setzt aber dennoch ein gutes Training voraus.

Aus geologischer Sicht überquert die Route hauptsächlich die dolomitischen karnischen und norischen Formationen (Cassianer Dolomit und Hauptdolomit), welche von der Raibl-Formation getrennt werden, die geringmächtig ist und aus mergeligen Kalken und Tonsteinen besteht und eine typische rötliche Farbe aufweist. Entlang der Wanderung ist es zudem möglich, die jüngeren Gesteine der Dolomitenregion zu beobachten, den berühmten Ammonitico Rosso, der in der Gegend von Verona und Vicenza reichlich, aber äußerst selten in diesem Bereich vorkommt, und die Puez-Mergeln, kretazische Gesteine, die weich sind und sich leicht auflösen, von rötlich-grünlicher Farbe, die in einem tiefen, marinen Ablagerungsraum vor 120-130 Millionen Jahren sedimentiert wurden. Von einem geomorphologischen Gesichtspunkt aus entfaltet sich die Wanderung im östlichen Bereich der Gardenazza-Gruppe, deren Form streng an die charakteristische Geologie des Gebietes gebunden ist, welches von mehreren tektonischen Störungen durchzogen wird; auf diese haben die modellierenden Effekte des Gletschers, der Witterungseinflüsse und der Schwerkraft sichtlich eingewirkt, welche sich in der Zeit abgewechselt und überlagert haben. Unter den häufigsten Ablagerungsformen dieser Landschaft sind die Schuttkegel und die Schutthalden zu nennen, welche an die intensive Einwirkung von Frost und Tau auf die steilen, dolomitischen Felswände gebunden sind.
Andere charakterisierende Formen dieser Wanderung sind die Erosionsspuren und die Moränensedimente, welche die Gletscher während des letzten eiszeitlichen Hochstandes hinterlassen haben, und eine Reihe von oberirdischen, mehr oder weniger auffallenden Karstformen.