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Dolomiten Höhenweg Nr. 2

Von Brixen in Südtirol bis Feltre in Venetien

pisciadu

Der Dolomiten Höhenweg Nr. 2, eines der ersten der 10 ausgeschilderten Dolomiten Höhenwege, ist als Höhenweg der Legenden bekannt da er durch Täler führt die besonders reich an Legenden sind: die ladinischen Sagen im Geisler und Sella Gebiet und die Erzählungen der legendären Völker der Feltriner Dolomiten.
Die mehrtägige Wanderung verläuft von Norden nach Süden, parallel zum Dolomiten Höhenweg Nr. 1.

Startpunkt der Wanderung ist Brixen, die älteste Stadt in Südtirol und Ziel ist der Fluss Piave mit der kleinen Stadt Feltre. Während der Höhenwanderung überqueren die Wanderer drei Provinzen, Bozen, Trient und Bellun und 10 Gebirgsgruppen (Plose, Peitlerkofel, Geisler, Puez, Sella, Padon, Marmolada, Bocche, Pala, Feltriner Gruppe) wobei Plose-, Padon- und Bocchegruppe nicht zu den Dolomiten zählen.

Der Dolomiten Höhenweg Nr. 2 bietet abwechslungsreiches Wandern und Klettern und kulturelle Höhepunkte. So ist zum Beispiel Brixen, mit ihren Museen und Kunstwerken, ohne Weiteres einen Besuch wert. Nicht zu vergessen sind die historischen Zeugnisse aus dem 1. Weltkrieg die man längs der Wanderung begegnet.

Dieser Höhenweg kann in durchschnittlich zwei Wochen bewandert werden, er ist für Wanderer mit guter Körperkondition, Ortssinn und etwas Klettertechnik geeignet.

Es ist empfehlenswert, den Weg nach dem Auftauen zu unternehmen: d.h. ab Mitte/Ende Juni und bis Ende September

Der Dolomiten Höhenweg Nr. 2 - Eckdaten

  • Länge: 185 km ca.
  • Gesamt Höhenunterschied (Aufstieg): 11.000 m
  • Höchster Berg: Piz Boè 3.152m
  • Durchschnittliche Dauer: 15 Tage
  • Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer
  • Empfohlene Zeit: von Mitte Juni bis Ende September

Vorgeschlagener Streckenverlauf

Etappen

Tag Von - bis Gehzeit Wegbeschreibung
1 Plose Hütte - Schlüter Hütte 5 - 6 h Start der mehrtägigen Wanderung ist in Brixen wo man bis zur Plose Hütte hoch wandert und über die Lüsener-Scharte weiter hinauf bis zur Schlüterhütte. Die Etappe kann gemütlicher beginnen indem man von Brixen mit der Seilbahn die Plose Hütte erreicht – in diesem Falle ist die Wanderung um etwa 2 h kürzer.
2 Schlüter Hütte - Puez Hütte 5 - 6 h Von der Schlüter Hütte wandert man in angenehmem Tempo über Almen, Joche, Scharten und Geröllhalden bis zur Puez-Alpe und zur Puez Hütte, auf 2475 m.
3 Puez Hütte - Pisciadù Hütte 5 - 5,5 h Man startet mit einer angenehmen Wanderung durch den Naturpark Puez – Geisler bis zu seinem südlichen Rand am Grödner Joch. Kurz unterhalb des Jochs, in Richtung Alta Badia, fängt der Pisciadù Klettersteig an, der zur gleichnamigen Hütte führt. Der Klettersteig wird als mittelmäßig eingestuft. Dabei gilt es aber einige anspruchsvolle senkrechte Kletterpassagen und eine Hängebrücke zu bewältigen. Die einmalige Aussicht am Ziel belohnt jede Anstrengung.
4 Pisciadù Hütte - Boè Bamberger Hütte 3 - 3,5 h Diese Strecke weist keine wesentlichen technischen Schwierigkeiten auf. Ein etwas trainierter Wanderer kann die drahtseilgesicherten Stellen, eventuell mit Ausrüstung, und die Geröllhalden ohne weiteres meistern.
5 Boè Bamberger Hütte - Castiglioni Hütte Marmolada 3,5 - 4 h Über Schotter und Geröll und über einer queren Steilstufe mit Drahtsicherung geht es hinauf zum Piz Boè dem höchsten Punkt der Tour. Über die Sella-Hochfläche geht es zur Forcella Pordoi und zur Seilbahn Sass Pordoi die zum Pass hinunter führt. Vom Passo Pordoi geht es rechts in Richtung Sass Becè und am Rifugio Fredarola vorbei auf dem Bindelweg (ladinische Viel del Pan) bis zum Padon-Kamm. Der Weg ist angenehm, fast eben und mit einmaligem Blick auf dem Marmolada Gletscher. Zu letzt folgt noch der Abstieg bis zum Fedaia See und dem Rifugio Castiglioni.
6 Castiglioni Hütte - Fuchiade Hütte 5,5 - 6 h Von der Castiglioni Hütte am Marmolada Gletscher steigt man hinunter bis Malga Ciapela wo man den Weg in Richtung Falier Hütte einschlägt und hinauf bis zum Forca Rossa Pass. Über sanfte Wiesen steigt man zur Fuciade Hütte hinunter.
7 Fuchiade Hütte - Passo Valles Hütte 4,5 - 5 h Durch das Passo San Pellegrino Joch gelangt man zur Passo Valles Hütte.
8 Passo Valles Hütte - Mulaz Hütte 3,5 - 4 h Der Wegteil führt längs der pale di San Martino bis zur Mulaz Hütte.
9 Mulaz Hütte - Pedrotti Hütte 4 h Der Weg führt den „Sentiero delle Farangole“ entlang. Es gilt einige ausgesetzten Stellen zu meistern, die allerdings mit Drahtseil gesichert sind.
10 Pedrotti Hütte - Treviso Hütte 6,5 - 7,5 h Dieser abwechslungsreiche Abschnitt der Höhenwanderung führt durch Wälder und Geröllhalden. Großartige Sicht auf den Sass Maor.
11 Treviso Hütte - Cerèda Hütte 5 h Von der Treviso Hütte im Val Canali Tal führt eine schöne Wanderung bis zur Cerèda Hütte über die Forcella d’Oltro Scharte.
12 Cerèda Hütte - Feltre/Walter Bodo Biwak 5 - 6 h Von der Cerèda Hütte am Passo Cerèda geht es erst östlich – nordöstlich die Staatstraße entlang und dann hinauf auf gemütlichem Pfad durch Wiesen und Latschenhalden und danach durch eine Schlucht und über Geröll – hier sind einige Übergänge mit Drahtseil versehen – bis zum Passo del Comedon. Ein kurzer Abstieg durch eine Geröllschlucht führt zum „Pian della Regina“ und nach wenigen Metern zum Walter Bodo/Feltre Biwack.
13 Feltre/Walter Bodo Biwak - Bruno Boz Hütte 3, 5 h Vom Feltre/Walter Bodo Biwak wandert man in das Val Canzoi hinauf zwischen Geröll und niederer Vegetation unter den Wänden der Parete Piatta. Nach einigen Kehren erreicht man den Col dei Becchi wo der Troi dei Caserin Pfad beginnt. Der Pfad ist mit Drahtseilen ausgestattet. Am Sass de Mura vorbei wird der Weg etwas angenehmer. Nach einem leichten Aufstieg erreicht man den Passo de Mura und nach kurzer Wanderung die Hütte Rifugio Boz.
14 Bruno Boz Hütte - Dal Piaz Hütte 5,5 - 7 h Vom Rifugio Boz hinauf in Richtung Süden bis zum Passo Finestra und bis unter dem Kamm des Monte Zoccarè und hinauf in Richtung Sasso di Scarnia über Felsenstufen und entlang einer etwas ausgesetzten Passage – mit Drahtseil gesichert. Von hier geht es wieder abwärts über einen Felssprung, über Rinnen und über die relativ leichten Wände des Scarnia-Südhanges und durch Latschenhalden hinunter bis zu einem alten Militärweg und hinauf auf der Alpe Ramezza. Nach der Überquerung der Piazza del Diavolo (ladinisch Diàol = Teufelsplatz) erreicht man die grünen Almwiesen der Almwiesen der Busa di Piètena und weiter, zuerst hinab und dann wieder leicht aufwärts, bis man den Passo delle Vette Grandi erreicht. Etwas südlich des Passes erreicht man die Hütte Giorgio Dal Piaz.
15 Dal Piaz Hütte - Feltre 3,5 - 4 h Vom Passo delle Vette Grandi steigt man in Richtung Feltre ab. Das ist über eine bequemere (aber längere) Militärstraße möglich oder über kleine Pfade durch Wiesen und Wälder (etwas unangenehmer aber kürzer). Man erreicht Pedavena, etwa drei Km von Feltre. Pedavena und Feltre sind durch öffentliche Busse verbunden.