In Alta Badia wie im gesamten Zentralbereich der Dolomiten sind die Ladiner beheimatet, ein rätoromanischer Volksstamm, der schon seit Urzeiten hier siedelt und der eine eigenartige Sprache spricht, die in seiner Grundsubstanz mit dem Italienischen, mit dem Französischen, mit dem Provenzalischen und mit dem Katalanischen verwandt ist.
Die Ladinische Bevölkerung im Dolomitenraum unterscheidet sich von ihren Nachbarn aber nicht nur durch die eigene Sprache (das Ladinische) sondern auch durch eine, in Jahrhunderten gewachsene, selbstbewusste Kultur, welche ihre Wurzeln in der Berglandwirtschaft und im Kunsthandwerk hat. Die Ladiner halten ihre Traditionen hoch, schätzen und schützen die reizvolle, kräftige und doch fragile Bergnatur, die sie umgibt. Eine besondere Eigenschaft der Ladiner sind die ausgeprägten handwerklichen Fähigkeiten. Auch die typische Architektur Ladiniens zeigt die harmonische Verbundenheit zwischen Mensch und Landschaft.
Die tiefen Wurzeln der ladinischen Kultur sind ein bedeutsamer Bestandteil der europäischen Zivilisation, reich an alten Werten und Überlieferungen, die in der Abgeschlossenheit der Bergwelt über Jahrhunderte hinweg erhalten geblieben sind.