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Kult- und Wallfahrtsstätten

 

Die Legenden der Heiligenstätte Heilig Kreuz

Alta Badia - Dolomiten: Kirche und Hospiz Heilig Kreuz

Zwei sind die Legenden, die an die Errichtung der einzigartigen Kapelle “Heilig Kreuz” gebunden sind, und welche seit uralten Zeiten in den Dörfern des Gadertales erzählt werden. Gleichzeitig sind diese Zeugen tiefen Glaubens und christlicher Religiosität.

  • Die erste Legende schließt an die Figur des Grafen Volkhold, Herrscher über die Grafschaft des Pustertales an. Dieser schenkte im Jahre 1030 ca. den Benediktinerinnen, die ein wichtiger Teil der Geschichte des Gadertales geschrieben haben, das Kloster Sonnenburg, am Eingang des Gadertales. Die Legende erzählt, dass der Graf sich als Eremit an einem Ort am Fuße des Kreuzkofels zurückzog und sich dort der Meditation über das Leiden und Tod des Herrn hingab. An diesem Ort soll später die zierliche Kappelle Heilig Kreuz erbaut worden sein.

 

  • Die zweite Legende erzählt, dass die Bewohner von Abtei beschlossen hatten eine Kappelle zu Ehren des Kreuztragenden Christus in der Ortschaft Anvidalfarei oberhalb des Dorfes von Pedraces zu erbauen. Nun geschah es, dass die Zimmermänner, die die Holzbalken für die Konstruktion zuschnitten, sich dauernd die Hände verwundeten. Weiße Vögel kreisten dauernd über die Arbeitsstätte und fassten sofort die blutverschmutzten Holzspäne mit dem Schnabel auf und flogen mit diesen davon. Eines Tages beschlossen die Zimmermänner dem Flug der Vögel zu folgen und entdeckten, dass diese die Holzspäne auf eine Wiese am Fuße des Kreuzkofels niederlegten. Sie sahen in diesem ein Zeichen und Hinweis Gottes und beschlossen sofort die Kappelle an dieser Stelle, wo sie heutzutage steht, zu erbauen.

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